Montag, 7. Mai 2012

Wunderwaffe von Sebastian Thiel ☛Eine Buchrezension☚


Wunderwaffe von  Sebastian Thiel



Autor: Sebastian Thiel
Verlag: Gmeiner

ISBN: 978- 389212516

Seiten: 317

Erhältlich bei Amazon.de  





Klappentext
Das Rheinland im Frühjahr 1944. Erik Stuckmann, als Chemiker bei der IG Farben beschäftigt, wird tot aufgefunden. Er soll sich unter Medikamenteneinfluss das Leben genommen haben. Sein bester Freund Nikolas Brandenburg glaubt nicht an einen Selbstmord und nimmt die Ermittlungen auf. Die Spur führt ihn nicht nur zur französischen Widerstandsbewegung, sondern auch in die höchsten Kreise der IG Farben. Nur langsam sammelt er Indizien und deckt dabei Unglaubliches auf .

Ein Kriminalroman aus den dunklen Kriegsjahren im nationalsozialistischen Deutschland. Brilliant recherchiert und unglaublich fesselnd. (Pressestimme)

Rezension

Nikolas Brandenburg, Kriminalkommissar in der SS, ist in Paris stationiert und den Französischen Rebellen auf der Spur, ihnen jedoch immer einen Schritt hinterher. Sein Chef, Obersturmführer Luger, ist ihm nicht nur übel gesinnt, sondern hat auch noch ein Verhältnis mit seiner Verlobten, aus dem er (und auch sie) keinen Hehl machen. Als Nikolas‘ bester Freud aus Kindertagen in Deutschland gemeinsam mit seiner 6 Jährigen Tochter einen tödlichen Unfall hat, bittet Nikolas seinen Chef um Beurlaubung, um Abschied nehmen zu können. Das kommt diesem natürlich grade recht, und während Nikolas‘ Verlobte sich mit Luger eine schöne Zeit macht, erlebt der Kommissar sein ganz eigenes Abenteuer. Misstrauisch hinterfragt er Eriks Unfall, stellt Nachforschungen an und gerät dabei immer tiefer in eine beinahe unglaubliche, brandgefährliche Geschichte. Ein Brief seines kürzlich verstorbenen Freundes, der ihn im Haus seines Vaters erwartet, bringt ihn auf die richtige Spur, und die führt gradewegs in eben jene Rebellengruppe, die er bislang so verbissen im Auftrag der SS verfolgte. Gemeinsam mit der schönen Anführerin Claire und dem desertierten Soldaten Rohn kommt er nach und nach einer neu entwickelten Waffe auf die Spur, die ihren Ursprung in der Firma IG Farben hat, in der auch Erik arbeitete. Nikolas schlägt sich auf die Seite der Rebellen und kämpft von nun an gemeinsam mit ihnen dafür, diese Waffe zu vernichten. Mitten im Krieg des Jahres 1944, zwischen Bombardements und Intrigen, lässt er sein altes Leben hinter sich und begibt sich für seine Überzeugung in Lebensgefahr. Und am Ende ist nichts so, wie es mal schien…..


Fazit

Wunderwaffe ist einer erschreckend  real wirkenden Story.  Nikolas‘ Weg ins „Feindeslager“ mitzugehen, ist eine spannende und Faszinierende Sache. In einem grandiosen Finale muss Nikolas feststellen, das Freund und Feind oft nicht jene sind, die sie zu sein scheinen und das er den eindeutigen Hinweis darauf übersehen und deswegen einen fatalen Fehler begangen hat. Und vor allem muss er feststellen, das nicht alles, wofür er einst gekämpft hat, gut ist.

Die reale Umgebung des Krieges, der SS und dem ganzen Drumherum geben dem Kriminalroman einen unglaublich echten Touch, und man fühlt sich regelrecht in jene Zeit hineinversetzt.

Was mich allerdings ein wenig störte, war die Tatsache, dass es doch erhebliche Schreibfehler in dem Buch gab, welche von der Lektorin eigentlich hätten bemerkt werden müssen. Daher gibt es dafür keinen Punkte-Abzug, denn die Korrektur liegt ja nicht in der Aufgabe des Autors ;)

Also: 5 von 5 Sternen, eindeutig. Und ein Dankeschön an den Autor, dafür, dass er mich auf diese spannende Reise mitgenommen hat. ;)

Moonlit Nights von Carina Mueller ☛Eine Buchrezension☚


Moonlit Nights  – Vom Vollmond überrascht




 Autor: Carina Mueller


Seitenanzahl: 304

ISBN: 3000332308

Erhältlich bei Amazon.de





Klappentext:

Die 16-jährige Emma hasst es, nach der Schule im Laden ihres Vaters aushelfen zu müssen.
Dies ändert sich jedoch schlagartig, als der gutaussehende Liam dort aufkreuzt und um einen Aushilfsjob bittet. Liam ist höflich, aufmerksam und zuvorkommend – der perfekte Gentleman.

Emma verliebt sich Hals über Kopf in Liam, doch dieser hütet ein dunkles Geheimnis, durch das Emma ungewollt in Lebensgefahr gerät …


Rezension

Emma ist 16 und schwer frustriert.  Anstatt wie andere nach der Schule etwas zu unternehmen, muss sie im Laden ihres Vaters schuften – nicht das sie überhaupt Freunde hätte, mit denen sie sich treffen oder weggehen könnte, aber schließlich geht’s ja ums Prinzip! Während Emma also frustriert Obstkisten zwischen Keller und Laden hin- und herjongliert, taucht eines Tages der gutaussehende Liam auf und bittet ihren Vater um einen Aushilfsjob. Und plötzlich wird die einstmals so verhasste Arbeit Interessant. Anstatt ihre neu gewonnene Freiheit auszukosten, hilft Emma weiterhin im Laden aus, schließlich muss ja jemand Liam einarbeiten! Als dieser dann auch noch in ihre Klasse kommt und sich sogar neben sie, die Aussenseiterin setzt, glaubt Emma zunächst an einen schlechten Scherz… Doch bald findet sie heraus, das Liam nicht nur geradzu lächerlich Altmodische Höflichkeit, sondern auch noch Interesse an ihr an den Tag legt. An ihr, dem häßlichen Entchen! Emma kann ihr Glück kaum fassen. Da stört es sie zunächst auch wenig, das der sonst immer so zuvorkommende Liam an manchen Tagen ein recht seltsames Verhalten an den Tag legt, manchmal sogar richtig abweisend und kratzbürstig ist… Emma merkt schnell: Im Abstand von ungefähr 29 Tagen hat Liam regelmäßig solche Verhaltensauffälligkeiten, außerdem sieht der sonst so perfekte Traumtyp an diesen Tagen aus, als hätte man ihn durch eine von SAW’s Fallen geschickt… Als Emma ihn eines Abends beim Kuscheln darauf anspricht und die Zeit erwähnt, die inzwischen vergangen ist, schreckt Liam beinahe panisch auf und rennt Hals über Kopf aus dem Haus. Als Emma ihm hinterherrennen will, schreit er sie beinahe bösartig an, sie solle gefälligst wegbleiben. Emma, zuerst verunsichert, kriegt dann aber einen Trotzkoller und rennt ihm trotz seiner Warnungen hinterher in den dunklen Wald. Was sie dort erlebt, soll ihr ganzes Leben umkrempeln. Ich will jetzt nicht ins Detail gehen, sonst ist ja alles schon verraten, und man bräuchte das Buch nicht zu lesen um es herauszufinden, also muss es euch reichen, wenn ich schreibe, das Emma einen Retter hat und das ganze gut ausgeht. Emma, die nun von Liams Geheimnis weiß, beschließt trotzdem bei ihm zu bleiben. Und jetzt ist es Liam, der sein Glück kaum fassen kann. Nach einigen Schwierigkeiten mit Liams Mutter und Schwester setzen sich die beiden schließlich durch. Happy End….!?


Fazit:

Ein wunderbar geschriebener Roman, der nicht nur Jugendliche begeistern dürfte. Ich habe ihn innerhalb von zwei Abenden verschlungen, unfähig, ihn aus der Hand zu legen. Emma’s Ich-Perspektive sowie der Humor der Erzählerin machen das ganze zu einem pulsierenden Kokon, aus dem immer wieder etwas herausschlüpft. Auch die bewußt Jugendlich gehaltene Erzählform trägt dazu bei, das man sich noch leichter in Emma hineinversetzen kann, und es wirkt gleich viel realistischer.
Ein wenig schade finde ich nur, das es so unglaublich lange dauert, bis es zum eigentlichen Höhepunkt kommt, und dann ist es auch schon beinahe abrupt zu Ende. Schade Schade, aber wie ich bereits herausgefunden habe, erwartet uns im Dezember 2012 Teil 2…. Und den werde ich ganz, ganz sicher auch für euch rezensieren!

Für die Story und die Art, wie sie erzählt wird, gebe ich 5 Sterne, einen halben ziehe ich ab wegen der oben erwähnten langen Dauer bis zum Höhepunkt, also insgesamt 4 einhalb Sterne! Und ich freue mich schon auf den nächsten Band!

Donnerstag, 5. April 2012

Eises Kälte von Klaus Kormann ☛ Eine Buchrezension ☚


Eises Kälte

Von Klaus Kormann

Erschienen im Oldigor Verlag

Seitenanzahl: 190

ISBN: 3981476476


Erhältlich bei Amazon.de


Kurzbeschreibung

Die Kommissarin Karen Leymann kann sich keinen Reim darauf machen: Der Tote, den man im historischen Eiskeller von Altenberge gefunden hat, ist schon seit mindestens 140 Jahren tot. Dennoch ist seine Leiche nahezu unverwest. Karen kehrt in den Keller zurück und wird Zeugin von Ereignissen, die sich um 1860 in Altenberge abgespielt haben. Zusammen mit ihren Kollegen will sie das Mysterium verstehen und den Mord aufklären ... Ein spannender Krimi um den Eiskeller in Altenberge/Münsterland, in dem bis 1930 eine Bierbrauerei betrieben wurde, der 1996 zum Baudenkmal ernannt und unter Denkmalschutz gestellt wurde.



Inhalt:

In einem bisher unentdeckten Raum eines Historischen Eiskellers wird die Leiche eines Mannes gefunden. An sich nichts Ungewöhnliches; wäre da nicht die Tatsache, dass er nach erster, grober Einschätzung schon seit mehreren Jahrzehnten tot ist, die Kleidung der Leiche sehr Altertümlich, das Blut am Boden aber ganz frisch. „Wie kann das sein?“ fragt sich Kommissarin Karen Leymann; und steht damit nicht alleine da. Nachdem Polizei und Leiche den Raum verlassen haben, fühlt Karen sich auf unerklärliche Weise von dem Ort angezogen und kehrt dorthin zurück. Zu ihrem Schreck muss sie feststellen, dass sie sich plötzlich nicht mehr in ihrer eigenen Zeit befindet; und das sie für die Menschen, denen sie begegnet, weder Sicht- noch Hörbar ist und sie auch nicht berühren kann – Karen ist ein Geist der Zukunft in der Vergangenheit. Immer häufiger werden ihre Besuche in dem dunklen Kellerloch, und immer tiefer rutscht sie ungewollt in die Geschichte des Toten hinein. Nach jedem „Besuch“ dort findet sie sich in ihrem Auto auf dem Parkplatz vor dem Eiskeller wieder, ohne zu wissen, wie sie dort hingekommen ist.

Genauso Rätselhaft wie ihre nächtlichen Besuche in der Vergangenheit bleibt auch der Leichnam: Trotz seines Alters ist er unverändert und verliert nur ganz allmählich, nach und nach, konstant eine geringe Menge Blut. Ein unlösbarer Fall, wie es scheint, und daher werden die Ermittlungen auch bald eingestellt. Als Karen sich daraufhin Urlaub nimmt um Abstand von diesem Rätselhaften Fall zu gewinnen, findet sie sich nicht nur mit ihrem Kollegen im Bett wieder; sondern trotz ihres Vorhabens, dort nicht mehr hinzugehen, auch weiterhin regelmäßig im Eiskeller und somit auch in der Vergangenheit wieder. So begibt sie sich auf Spurensuche, um diesen Fall zu verstehen – mit ein paar absolut überraschenden Ergebnissen! Ein sehr spannendes, hochdramatisches Ende gibt der Story den letzten Schliff.



Fazit:

„Eises Kälte“ ist ein durchaus spannender, fesselnder Kriminalroman mit ein wenig gewöhnungsbedürftigen Protagonisten, aber absolut lesenswert! Eine sehr Interessante Story, gut durchdacht und noch besser zu Papier gebracht und in sich schlüssig. Mal etwas anderes sind die Einlagen in „Plattdütsch“; die aber jedes Mal unten übersetzt sind, für Leute, die das nicht verstehen. Da ich lange im hohen Norden gewohnt habe, brauchte ich das zum Glück fast gar nicht. :)

Ein wirklich uriger Charakter ist der schottische Pathologe; einfach genial! Man taucht unwillkürlich ab in Karen’s sich ständig verändernde Welt, fühlt mit dem Schicksal derer, denen sie begegnet und auch mit ihr selbst mit. Schade, dass das Buch nur 190 Seiten hat, ich hätte gerne noch mehr darin gelesen….

Für dieses Buch vergebe ich die vollen 5 Punkte