ISBN: 978- 389212516
Seiten: 317
Klappentext
Eises Kälte
Von Klaus Kormann
Erschienen im Oldigor Verlag
Seitenanzahl: 190
ISBN: 3981476476
Erhältlich bei Amazon.de
Kurzbeschreibung
Die Kommissarin Karen Leymann kann sich keinen Reim darauf machen: Der Tote, den man im historischen Eiskeller von Altenberge gefunden hat, ist schon seit mindestens 140 Jahren tot. Dennoch ist seine Leiche nahezu unverwest. Karen kehrt in den Keller zurück und wird Zeugin von Ereignissen, die sich um 1860 in Altenberge abgespielt haben. Zusammen mit ihren Kollegen will sie das Mysterium verstehen und den Mord aufklären ... Ein spannender Krimi um den Eiskeller in Altenberge/Münsterland, in dem bis 1930 eine Bierbrauerei betrieben wurde, der 1996 zum Baudenkmal ernannt und unter Denkmalschutz gestellt wurde.
In einem bisher unentdeckten Raum eines Historischen Eiskellers wird die Leiche eines Mannes gefunden. An sich nichts Ungewöhnliches; wäre da nicht die Tatsache, dass er nach erster, grober Einschätzung schon seit mehreren Jahrzehnten tot ist, die Kleidung der Leiche sehr Altertümlich, das Blut am Boden aber ganz frisch. „Wie kann das sein?“ fragt sich Kommissarin Karen Leymann; und steht damit nicht alleine da. Nachdem Polizei und Leiche den Raum verlassen haben, fühlt Karen sich auf unerklärliche Weise von dem Ort angezogen und kehrt dorthin zurück. Zu ihrem Schreck muss sie feststellen, dass sie sich plötzlich nicht mehr in ihrer eigenen Zeit befindet; und das sie für die Menschen, denen sie begegnet, weder Sicht- noch Hörbar ist und sie auch nicht berühren kann – Karen ist ein Geist der Zukunft in der Vergangenheit. Immer häufiger werden ihre Besuche in dem dunklen Kellerloch, und immer tiefer rutscht sie ungewollt in die Geschichte des Toten hinein. Nach jedem „Besuch“ dort findet sie sich in ihrem Auto auf dem Parkplatz vor dem Eiskeller wieder, ohne zu wissen, wie sie dort hingekommen ist.
Genauso Rätselhaft wie ihre nächtlichen Besuche in der Vergangenheit bleibt auch der Leichnam: Trotz seines Alters ist er unverändert und verliert nur ganz allmählich, nach und nach, konstant eine geringe Menge Blut. Ein unlösbarer Fall, wie es scheint, und daher werden die Ermittlungen auch bald eingestellt. Als Karen sich daraufhin Urlaub nimmt um Abstand von diesem Rätselhaften Fall zu gewinnen, findet sie sich nicht nur mit ihrem Kollegen im Bett wieder; sondern trotz ihres Vorhabens, dort nicht mehr hinzugehen, auch weiterhin regelmäßig im Eiskeller und somit auch in der Vergangenheit wieder. So begibt sie sich auf Spurensuche, um diesen Fall zu verstehen – mit ein paar absolut überraschenden Ergebnissen! Ein sehr spannendes, hochdramatisches Ende gibt der Story den letzten Schliff.
Fazit:
„Eises Kälte“ ist ein durchaus spannender, fesselnder Kriminalroman mit ein wenig gewöhnungsbedürftigen Protagonisten, aber absolut lesenswert! Eine sehr Interessante Story, gut durchdacht und noch besser zu Papier gebracht und in sich schlüssig. Mal etwas anderes sind die Einlagen in „Plattdütsch“; die aber jedes Mal unten übersetzt sind, für Leute, die das nicht verstehen. Da ich lange im hohen Norden gewohnt habe, brauchte ich das zum Glück fast gar nicht. :)
Ein wirklich uriger Charakter ist der schottische Pathologe; einfach genial! Man taucht unwillkürlich ab in Karen’s sich ständig verändernde Welt, fühlt mit dem Schicksal derer, denen sie begegnet und auch mit ihr selbst mit. Schade, dass das Buch nur 190 Seiten hat, ich hätte gerne noch mehr darin gelesen….
Für dieses Buch vergebe ich die vollen 5 Punkte