Wunderwaffe
von Sebastian Thiel
Autor:
Sebastian Thiel
Verlag:
Gmeiner
ISBN: 978- 389212516
Seiten: 317
ISBN: 978- 389212516
Seiten: 317
Erhältlich
bei Amazon.de
Klappentext
Das
Rheinland im Frühjahr 1944. Erik Stuckmann, als Chemiker bei der IG Farben
beschäftigt, wird tot aufgefunden. Er soll sich unter Medikamenteneinfluss das
Leben genommen haben. Sein bester Freund Nikolas Brandenburg glaubt nicht an
einen Selbstmord und nimmt die Ermittlungen auf. Die Spur führt ihn nicht nur
zur französischen Widerstandsbewegung, sondern auch in die höchsten Kreise der
IG Farben. Nur langsam sammelt er Indizien und deckt dabei Unglaubliches auf .
Ein
Kriminalroman aus den dunklen Kriegsjahren im nationalsozialistischen
Deutschland. Brilliant recherchiert und unglaublich fesselnd. (Pressestimme)
Rezension
Nikolas
Brandenburg, Kriminalkommissar in der SS, ist in Paris stationiert und den
Französischen Rebellen auf der Spur, ihnen jedoch immer einen Schritt hinterher.
Sein Chef, Obersturmführer Luger, ist ihm nicht nur übel gesinnt, sondern hat
auch noch ein Verhältnis mit seiner Verlobten, aus dem er (und auch sie) keinen
Hehl machen. Als Nikolas‘ bester Freud aus Kindertagen in Deutschland gemeinsam
mit seiner 6 Jährigen Tochter einen tödlichen Unfall hat, bittet Nikolas seinen
Chef um Beurlaubung, um Abschied nehmen zu können. Das kommt diesem natürlich
grade recht, und während Nikolas‘ Verlobte sich mit Luger eine schöne Zeit
macht, erlebt der Kommissar sein ganz eigenes Abenteuer. Misstrauisch
hinterfragt er Eriks Unfall, stellt Nachforschungen an und gerät dabei immer
tiefer in eine beinahe unglaubliche, brandgefährliche Geschichte. Ein Brief
seines kürzlich verstorbenen Freundes, der ihn im Haus seines Vaters erwartet,
bringt ihn auf die richtige Spur, und die führt gradewegs in eben jene
Rebellengruppe, die er bislang so verbissen im Auftrag der SS verfolgte.
Gemeinsam mit der schönen Anführerin Claire und dem desertierten Soldaten Rohn
kommt er nach und nach einer neu entwickelten Waffe auf die Spur, die ihren
Ursprung in der Firma IG Farben hat, in der auch Erik arbeitete. Nikolas
schlägt sich auf die Seite der Rebellen und kämpft von nun an gemeinsam mit
ihnen dafür, diese Waffe zu vernichten. Mitten im Krieg des Jahres 1944,
zwischen Bombardements und Intrigen, lässt er sein altes Leben hinter sich und
begibt sich für seine Überzeugung in Lebensgefahr. Und am Ende ist nichts so,
wie es mal schien…..
Fazit
Wunderwaffe
ist einer erschreckend real wirkenden
Story. Nikolas‘ Weg ins „Feindeslager“
mitzugehen, ist eine spannende und Faszinierende Sache. In einem grandiosen
Finale muss Nikolas feststellen, das Freund und Feind oft nicht jene sind, die
sie zu sein scheinen und das er den eindeutigen Hinweis darauf übersehen und
deswegen einen fatalen Fehler begangen hat. Und vor allem muss er feststellen,
das nicht alles, wofür er einst gekämpft hat, gut ist.
Die
reale Umgebung des Krieges, der SS und dem ganzen Drumherum geben dem
Kriminalroman einen unglaublich echten Touch, und man fühlt sich regelrecht in
jene Zeit hineinversetzt.
Was mich
allerdings ein wenig störte, war die Tatsache, dass es doch erhebliche
Schreibfehler in dem Buch gab, welche von der Lektorin eigentlich hätten
bemerkt werden müssen. Daher gibt es dafür keinen Punkte-Abzug, denn die
Korrektur liegt ja nicht in der Aufgabe des Autors ;)
Also: 5
von 5 Sternen, eindeutig. Und ein Dankeschön an den Autor, dafür, dass er mich
auf diese spannende Reise mitgenommen hat. ;)

